Markennews
Januar 2020

Corona: Bier oder Virus?

Der Begriff „Corona“ wurde für das mexikanische Bier in 180 Ländern – mit hohen Marketinginvestitionen – monopolisiert und als Marke geschützt. Jede und jeder Biergeniesser, der „Corona“ hörte, hatte sofort ein klares Bild der Coronaflasche im Kopf. Die meisten sahen auch den für Corona typischen Limettenschnitz im Flaschenhals. Und über Nacht ist aus diesem „Besitzstand im Kopf der Masse“ (schöne Markendefinition des deutschen Werbepsychologen Hans Domizlaff) ein anderes Bild geworden: Chinesen mit Mundschutz, hermetisch abgeriegelte Quarantänestationen von Spitälern und leere Strassen in der chinesischen Elfmillionenstadt Wuhan. Da nützt kein Markenschutz! Das Restrisiko, dass für Marken monopolisierte Begriffe plötzlich für etwas vollkommen anderes stehen, besteht für alle Marken. Viren kriegen Namen wie Corona, aber auch Unwetter wie z.B. das Orkantief Lothar. Dagegen ist keine Marke gewappnet – es sei denn, man hat schon bei der Geburt einer Wortmarke vorgesort und einen Fantasiebegriff gewählt, der kaum als Name für ein schreckliches Ereignis, ein Naturphänomen wie ein Virus oder ein Sturm etc. in Frage kommt.

Zurück zur Newsübersicht

Weitere Artikel

Marke der Woche Oktober 2026

Marke der Woche 44: ZFV

Marke der Woche Oktober 2026

Marke der Woche 43: Swissolar

Podcast Oktober 2026

Wie Kuhn Rikon Tradition und Innovation seit 1899 verbindet

NZZ Oktober 2026

Der Abstieg des Goldhasen

Plattform J Oktober 2026

«Die Marke ist ein Besitzstand im Kopf der Kundschaft»

Marke der Woche Oktober 2026

Marke der Woche 42: Musik Hug

bluewin.ch Oktober 2026

Nike sucht den Weg aus der Krise – Experte fällt knallhartes Urteil

Marke der Woche Oktober 2026

Marke der Woche 41: UBS