Marke der Woche 24: Coca-Cola
Wenn eine der wertvollsten Marken der Welt mit einem Brand Value von über 60 Milliarden USD (Interbrand) hier in der Schweiz ihr lokales 90 Jahre Jubiläum feiert, ist das sehr viel mehr, aber auch eine Kolumne ‘Marke der Woche’ wert.
Jedes Marketier erinnert sich:
Coca-Cola war von 2004-2014 unangefochtener Markenweltmeister und galt zusammen mit McDonalds als Pionier und Leader globaler FMCG-Markenführung. Noch heute zählt die Marke aus Atlanta zu den am höchsten bewerteten Marken weltweit.
Ich liebte ‘Coci’ (noch kein zero!), aber durfte als Kind im Restaurant immer nur ein bekanntes Softgetränk aus der Schweiz, mit roter Etikette, bestellen. Auch fein und erfrischend, aber etwas weniger cool. In den «Freiheit und Abenteuer»-Jahren von Marlboro mit den identischen Primärfarben Rot und Weiss war Coca-Cola mit viel Eis und einem Zitronenschnitz im Ausgang ein must. Die Zeiten haben sich geändert. Coca-Cola ist an den lifestyle angepasst geblieben. Coca-Cola verkaufte 2025 in den USA 14% mehr Zero als klassisches Coca-Cola. In der immer gesundheitsbewussteren Schweiz liegt der Anteil bei 60%.
Die Marke hat dazu beigetragen Amerika in die Welt hinauszutragen. Vor 90 Jahren auch in die Schweiz. Spätestens seit der Akquisition des Valser-Wassers gilt die globale Marke zurecht auch etwas schweizerisch – nicht nur wegen unseren Landesfarben. Fabio Cella, der Schweizer General Manager bezeugt das Bekenntnis zur Schweiz mit Fakten und Zahlen «Coca-Cola engagiert sich langfristig im Schweizer Markt, und wir investieren in den Ausbau unserer lokalen Produktionsstätten. Allein am Standort Dietlikon werden wir bis Ende 2027 mehr als 40 Millionen Schweizer Franken in eine neue Produktionsanlage und ein neues Hochregallager investieren.»
Wirtschaftlich und volkswirtschaftlich ist das Unternehmen für die Standortgemeinde und den globalen Hauptsitz des Abfüllers HBC in Zug bedeutend.
Gratulation zum Geburtstag und ich gönne mir nun ein Eisgekühltes von der Marke, die während Jahrzehnten Paradebeispiel und Benchmark für professionelles Konsumgüter-Marketing war. Heerscharen von Studierenden haben unzählige Coca-Cola-Cases gelöst und wer es schaffte, in oder für dieses Unternehmen zu arbeiten, war gefühlt im Olymp des Marketings angekommen. Damals wurden dort Marketiers Flügel verleiht.