Marke der Woche 26: Côte d’Azur
Heute habe ich meine Kolumne in Saint Raphael mit Meerblick geschrieben. Das Mittelmeer präsentiert sich so Tiefblau wie auf dem Bild.
An vielen Orten beginnen die Sommerferien schon jetzt, Ende Juni. Jahr für Jahr zieht es Hunderttausende aus dem Norden hierhin an die Côte d’Azur. Auch bei vielen Schweizer:innen ist die azurblaue Küste ein beliebtes Ferienziel. Der französische Schriftsteller Stéphen Liégard hat den zur Marke gewordenen Begriff Côte d’Azur 1887 kreiert. Eine perfekte Beschreibung des visuellen USPs der bekannten Küste: Die intensive, tiefblaue Farbe des Mittelmeers.
Küstenbezeichnungen sind nicht nur rund ums Mittelmeer, sondern rund um den Globus zu bekannten und beliebten Destination Brands geworden. Die bekanntesten und beliebtesten sind u. a. (die Reihenfolge entspricht nicht der Rangfolge):
- Algarve
- Amalfiküste
- Big Sur
- Bucht von Ha Long
- Costa Brava
- Côte d’Azur
- Costa del Sol
- Costa Smeralda
- Dalmatinische Küste
- Jurassic Coast
- Kalifornische Pazifikküste
- Garden Route
- Gold Coast (Australien, aber auch die ‘Goldküste’ am rechten Zürichseeufer :-)
- Great Ocean Road
- Na Pali Coast
- Rivirea Maya
- Skelettküste
An diesen Küsten gibt es auch profilierte Ferienorte. Bekannte Städtemarken wie an der Côte d’Azur Nizza, Cannes, Saint Tropez prägen die Küsten. Auch Monaco mit den ‘Claims’ Fürstenfamilie, Steuerparadies und Formel 1 gehören dazu. Diese vier Ferienmarken sind Magnete für VIPs und Touristen, welche u. a. ihre Superjachten bestaunen.
Geografische Bezeichnungen sind durch den weltweiten Tourismus längst zu enorm wertvollen, auch emotional stark verankerten Marken gewachsen. Ferien sind ein ‘Investitionsgut’. Die meisten Menschen setzen dafür einen grossen Anteil ihres jährlichen Einkommens in der grossen Hoffnung auf einen hohen emotionalen ROI ein. Länder wie Japan (z. Zt. sehr beliebt bei Schweizer;innen), Gebiete wie das Südtirol, Berge wie das Matterhorn, Küsten wie erwähnt, Meere wie das Mittelmeer, Seen wie der Lago di Como, Städte wie Paris uswusf. Profitieren von ihrem Image. Aber aufgepasst: Bei allem Lovebrand Potenzial ist die Reputation dieser Marken mindestens so volatil wie bei Produkt-, Dienstleistungs- und Unternehmensmarken. Wenn das Markenerlebnis schlechter als die durch das Markenversprechen generierte Markenerwartung ist, kann der Markenwert innert kürzester Zeit massiv sinken. Reputationsmanagement ist auch im Tourismus eine Schlüsselaufgabe für Profis.
Welches ist Ihr I dein den Ferien Love Brand?
Beratungsangebot und Inspirationen aus der Welt der Marken: www.markenexperte.ch
Bild I Antoine Rakotozafy I unsplash