Marke der Woche 28+29: Schweizer Fussball Nationalmannschaft
Unser gemäss Rangliste zweitbeliebtester Bundesrat Guy Parmelin hat Mr. President bei seinem Besuch der Fussball WM die Stirne gezeigt. Genau betrachtet hat er seine mit dem knallroten Cap
«Switzerland great since 1291»
bedeckt.
Seit über siebenhundertfünfunddreissig Jahren zeigen wir uns im Ausland rücksichtsvoll, freundlich und nett. Abgesehen von den Hellebarden-Söldnern stellen wir Eidgenoss:innen unser Licht eher unter den Scheffel. Starkes Selbstbewusstsein liegt uns fern, obwohl wir in vielen Bereichen Weltklasse sind. Auch in der neusten Länder-Rangliste nach Lebensqualität belegt die Schweiz #1. Selbst im Sport zählen Schweizer:innen nicht nur in Wintersportarten zu den Besten. Ausser in der Weltsportart #1, Fussball ist unsere Nati nur auf #19. Aber: Die gefühlt wohl beste Mannschaft - seit dem legendären Sieg gegen Spanien an der WM 2010 - ist über den Atlantik geflogen, um abzuliefern.
Unsere Fussballhelden hatten hohe Erwartungen an sich selbst und diejenigen der ganzen Nation im Nacken. Auch die typische schweizerische Tugend Bescheidenheit ist als mehr oder weniger blinder Passagier mitgereist. Vielleicht weil sie sich den Rat von José Mourinho im wunderbaren WM Commercial von Ochsner Sport zu Herzen genommen haben «Schweiz, immer so höflich, bescheiden, respektvoll – nutzlos, wenn ihr gewinnen wollt!» Der Startrainer war klipp und klar:
«Done Playing Nice!»
Und weiter «Ihr seid nicht zufällig an der WM. Ihr habt die Qualität. Ihr habt alles, was es braucht.»
Jeder Sieg beginnt im Kopf.
Des Schweizers übliche und nett gemeinte Höflichkeit und Bescheidenheit hat keinen Platz, wenn es darum geht, einen Gegner zu schlagen. «Genialität grenzt an Wahnsinn, nicht an Höflichkeit.» Deshalb forderte Mourinho (und bestimmt auch Yakin) die Schweizer auf, grösser zu denken. «Spielt, um zu zeigen, dass die Schweiz nicht klein ist. Ihr seid hier, um zu gewinnen. Es ist Zeit für eine neue Schweiz.»
Die key message, es ist Zeit für ein neues Selbstbewusstsein, um sich als Schweiz im globalen Wettbewerb zu behaupten, sollten wir uns alle zu Herzen nehmen. Nicht nur im Spitzensport, auch wenn wir in der Politik und Wirtschaft gewinnen wollen oder wie im Fall des Zollhammers hart kämpfen müssen, sollten wir unsere Bescheidenheit ablegen. Das heisst keineswegs, dass wir international aggressiv-verroht agieren. Aber lasst uns stolz auf unser schönes, erfolgreiches Land und unsere Nati sein.
Setzt in den Auslandferien das Cap unseres Monsieur le Président auf. Danke Guy Parmelin für die kleine, aber kommunikativ höchst kompetitive, effiziente und effektive Aktion. Und Danke an unsere Fussball Nati. Ihr habt die Bescheidenheit abgelegt und auf dem Rasen mit Strahlkraft rund um den Globus sehr viel positive Reputationsarbeit für die Schweiz geleistet.
Nächstes Mal werden wir Weltmeister!