Marke der Woche 38: Revolut
«Revolut beantragt Schweizer Banklizenz»
Das Ranking 2026 der Neobanken in der Schweiz (by IFZ @HSLU) lässt erahnen, warum Revolut diesen selbstbewussten Schritt angekündigt hat:
#1 Revolut 1'300'000 Kundinnen und Kunden
#2 Yuh 400’000
#3 Neon 250’000
#4 Wise 160’00-190’000
#5 Zak 90’000
#6 N26 70’000-90’000
#7 Alpian 27’000
#8 Yapeal 10’000
Revolut als Marktleader betreut mehr als drei Mal so viele Kunden wie die zweitgrösste Yuh. Und hinter Neon auf Rang 3 geht es mit der Anzahl Kunden rapide bergab. Der Markt hat sich konsolidiert und was aus Markensicht auffällt: Es sind alles Einwortmarken. Mit Ausnahme der dreisilbigen Revolut, gibt es nur ein- oder zweisilbige, extrem kurze Wortmarken.
Im Bankenland Schweiz ist auch interessant, wer diese Marken besitzt:
Revolut I Revolut Group Holdings (privat)
Yuh I Swissquote
Neon I Neon Switzerland AG (dzv. Beteiligte wie TX Group, Helvetia Venture Fund oder QoQa I Partnerin ist Hypothekarbank Lenzburg
Wise I Wise plc. (börsenkotiert)
Zak: I Bank Cler I im Besitz der Basler Kantonalbank
N26 I N26 SE (privat)
Alpian I mehrheitlich Fideuram I Intesa Sanpaolo
Yapeal I Yapeal AG I Beteiligte u. a. Abacus Research, Bank Vontobel, Private
Im Nachhinein wird klar, wie sehr der starke Name Revolut Programm war. Dabei war beim Aufkommen der Neobanken nicht klar, ob die Menschen einer rein virtuellen Bank ihr Geld anvertrauen. Ich erinnere mich an den Launch der Bank24. Erst als das Endorsement «Ein Unternehmen der Deutschen Bank» konsequent als Claim zugefügt wurde, konnten Kunden im grossen Stil gewonnen werden. Diese Zeiten sind längst vorbei. Die Gen Z vertraute den Neobanken von Beginn weg. Einige vielleicht sogar mehr als den klassischen Banken.
Ich bin gespannt, ob Revolut auch als Bank dank breiterem Angebot - u. a. auch Twint, für das wir im Ausland benieden werden - endgültig durchstarten wird. Und ob und wie die grössten Schweizer Konkurrenzmarken reagieren werden. Z. B. mit einer weiteren Konsolidierung?