Marke der Woche 40: Zuriga
Designorientierte Kaffee-Liebhaberinnen und Liebhaber kennen die Schweizer Kaffemaschinen-Marke mit dem Elefanten-Symbol bestimmt. Nicht nur die Maschinen selbst, auch der Name Zuriga wirkt ästhetisch - phonetisch und im schlicht eleganten Logo auch visuell.
Zuriga ist ein Kunstname. Auf den ersten Blick wird der Bezug zu Zürich klar. Zuriga Gründer @Güttinger erklärt ihn so: Schiffe und Maschinen tragen traditionell weibliche Namen. Da die Maschine in Zürich entwickelt und gebaut wurde, erhielt sie den weiblich klingenden Namen Zuriga.
Die noch kurze Geschichte ist rasch erzählt bzw. aufgelistet:
2014 entwickelte Moritz Güttinger mit einem kleinen Team den ersten Prototyp. Ein Jahr später wurde Zuriga nach einem erfolgreichen Crowdfunding gegründet. 2016 wurde die erste Maschine unter der schönen Marke Zuriga E2 gelauncht. Prädikat: reduziert gestaltet und in Zürich montiert. 2020 Einführung der E2-S mit Dampflanze, 2021 Lancierung der eigenen Kaffeemühle G2. 2024 kam die technisch überarbeitete Generation 2 auf den Markt. Vor kurzem, am 24. September 2026 wurde folgendes Mail versendet:
«Jetzt ist es so weit, heute lancieren wir die Zuriga T2. Unser bisher grösstes Projekt, in das über 5 Jahre Entwicklungsarbeit geflossen sind, und unsere bisher grösste Maschine. Die Zuriga T2 ist eine Maschine, gebaut mit dem Anspruch, maximale Leistung und höchste Präzision zu liefern. Für alle, die das Beste aus jeder Bohne herausholen. Und es im Alltag trotzdem manchmal einfach haben wollen.»
Die neuste Zuriga erinnert mich an den seinerzeit von Simon Sinek beispielhaft für Apple formulierten «Golden Circle»:
«We make great computers. They’re beautifully designed, simple to use and user-friendly.»
Design vor Funktion oder auch technische Geräte werden zuerst vom Auge gekauft ist eine Kunst, welche nur wenige beherrschen. Apple und Zuriga können es: Topdesign aussen, Topqualität drin.
Zuriga ist eine Erfolgsgeschichte, auch für den Werkplatz Schweiz: Das Zürcher-Unternehmen beschäftigt über 50 Mitarbeitende, produziert in der Schweiz, betreibt Shops in Zürich und München und hat in den ersten 12 Jahren bereits mehr als 18’000 Maschinen verkauft.
Die Markenidee lässt sich kurz zusammenfassen:
- Schweizer Präzision
- zeitloses (ästhetisches) Design
- lokale Fertigung
- langlebige, reparierbare Produkte.
Und das Wichtigste zum Schluss: Ich finde den Espresso aus einer Zuriga ausgezeichnet.